Handreichung der AG Digitalisierung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
Videokontakte spielen in der Palliativversorgung eine zunehmend größere Rolle. In der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen können sie eine sinnvolle Ergänzung zu persönlichen Kontakten und Hausbesuchen darstellen – etwa zur Verlaufseinschätzung, zur Einbindung von Angehörigen und Fachpersonen oder als visuell überlegene Alternative zum Telefonkontakt.
Die AG Digitalisierung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat dazu eine praxisnahe Handreichung mit 45 konsentierten Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Sie wurde in einem mehrschrittigen Delphi-Verfahren mit Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, Patient:innen und Angehörigen entwickelt und bietet eine fundierte Grundlage für den Einsatz von Videokontakten in der Regelversorgung.
Zentraler Konsens ist, dass Videokontakte in der SAPV ausschließlich als Ergänzung der Versorgung zu verstehen sind – nicht als Ersatz für Hausbesuche oder persönliche Kontakte. Patient:innenwünsche nach persönlichen Besuchen sind stets zu berücksichtigen.
Die vollständige Handreichung (Stand: 11.02.2026) steht als PDF zum Download bereit.
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V., AG Digitalisierung
Umfang: 45 Handlungsempfehlungen / 9 Seiten
Stand: 11.02.2026
Zach, C., Burner-Fritsch, I., Busse, T. S., Mühlensiepen, F., Münte, C., Peuckmann-Post, V., Veldeman, S., Wingender, L., Zimmermann, J. & Deckers, M. (2026). Videokontakte in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung. Zeitschrift für Palliativmedizin, 27(03), 138–141.
https://doi.org/10.1055/a-2834-1387
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